Paula Hawkins: Girl on the Train

  • Rachel ist die Loserin schlechthin. Sie ist dick und unattraktiv und hat keine Freunde. Ihre Alkoholsucht hat sie den Mann, das Zuhause und den Job gekostet. Nun lebt sie in einem winzigen Zimmer zur Untermiete und fährt nach wie vor jeden Tag mit der Bahn nach London, damit ihre Vermieterin nicht mitkriegt, dass sie arbeitslos ist.
    Fast jeden Tag hält der Zug an derselben Stelle an und Rachel vertreibt sich die Zeit damit, die Bewohner der umliegenden Häuser zu beobachten. In einem davon lebt ein junges Paar, das ein perfektes Leben zu führen scheint. Doch eines Tages sieht sie etwas, das sie schockiert, und am Tag darauf verschwindet die junge Frau spurlos. Rachel, die sich an jenem Abend ganz in der Nähe aufhielt, aber leider unter einem alkoholbedingten Blackout leidet, teilt der Polizei und dem Ehemann ihre Beobachtung vom Vortag mit und verstrickt sich immer mehr in Widersprüche. Dabei gerät sie selbst in Gefahr...


    Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht Rachels, Megans (des Opfers) und Annas (die Rachel den Mann ausgespannt hat) geschildert. Und gerade Rachel, die sich sonst so schwach und ziellos durch das Leben treiben lässt, wächst mit der Zeit immer mehr über sich hinaus.


    Anfangs konnte ich nicht nachvollziehen, was an diesem Buch so spannend sein soll. Ich fand es zäh und die Hauptpersonen allesamt ziemlich unsympathisch. Doch Rachels Kampf gegen den Alkohol und ihre Zielstrebigkeit, ebenso wie Megans Schicksal fesselten mich irgendwann und die Handlung gewann zunehmend an Spannung.

  • Inhalt:
    Rachel wurde vor 2 Jahren von ihrem Mann für eine andere Frau,Anna,verlassen.Schon davor hat sie immer wieder zum Alkohol gegriffen weil ihr Wunsch nicht erfüllt wurde und sie darunter sehr leidet.Nun ist Alkoholikerin und psychisch sehr labil.Sie liebt ihren Ex-Mann immer noch und das versucht sie ihn regelmäßig klar zu machen und somit treibt sie auch einen Keil zwischen ihn und Anna.
    In der selben Straße,wo nun ihr Ex-Mann und Anna wohnen,wohnen auch Megan und Scott.Rachel beobachtet jeden Tag wie sie auf der Terasse sitzen,sich küssen oder umarmen....doch eines Tages beobachtet sie wie,Megan jemand anderen küsst und danach verschwindet sie spurlos....
    Doch bei der Polizei glaubt man ihr nicht,weil die Polizistin wissen das sie jeden Tag Alkohol trinkt,doch sie war da......sie war in der Straße als Megan spurlos verschwand,nur hat sie einen Filmriss.Deswegen nimmt sie mit Scott Kontakt auf.....was dann nach und nach geschieht und welche Geheimnisse ans Licht kommen,damit hat wohl keiner gerechnet.



    Charaktere:
    Rachel ist eigenlicht eine mir sympatische Frau,die jede Menge Probleme hat,aber zu wenig Freunde/Familie besitzt,die sie dabei unterstützen könnten diese zu bewältigen.An manchen Stellen hat sie mir sehr leid getan,aber ihre Tapferkeit und ihr Durchhaltevermögen habe ich sehr bewundert.
    Megan ist eine Frau mit vielen Geheimnissen,die nach und nach ans Licht kommen...sie war nicht die,für die man sie gehalten hat.
    Anna ist mir grenzlich unsympathisch.Ihr war es völlig egal,das ihr Mann seine damalige Frau mit ihr betrogen hat und versucht nun Rachel das Leben noch schwerer zu machen als wie sie es sowieso schon hat.Und das lässt sie den Lesern auch immer wieder wissen.



    Schreibstil:
    Am Anfang gab es viel Hintergrundinformationen,dadurch zog es sich ein wenig und ich habe schon gedacht:"Mist,Fehlkauf".Jedoch wurde das dann ab ca Seite 100/150 besser und die Autorin hat Spannung und viele Fragen aufgebaut.Zum Schluss konnte ich das Buch dann gar nicht mehr aus der Hand legen,da gab es dann noch viel viel mehr Spannung und Fesselmoment.



    Cover:
    Eigentlich gefällt mir dieses ganz gut und das mit der Bahn passt auch super dazu,jedoch hätte ich vllt eher eine andere Perspektive gewählt.Vllt aus der Bahn herraus und den Blick auf den Garten.



    Fazit/Meinung:
    Es gibt ja viele schlechte Bewertungen für das Buch und ich hatte schon große Angst das es ein großer Reinfall wird.Und am Anfang,als es sich so zog,dachte ich schon:Mist! Aber dann kam die Spannung und das Kopfkino,ab da war ich dann mitten drin im Buch und es hat mich nicht mehr losgelassen.Ich persönlich würde das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen und ich freue mich schon auf die Verfilmung.